Dass dieser allerdings schon ganz schön festsitzt, weiß nicht nur Schmandt. "Wir wollen uns mit Sicherheit nicht die schöne Stadt anschauen, aber die Aufgabe wird dennoch sehr schwierig, denn Leipzig hat sich mittlerweile sehr ordentlich in der 3. Liga etabliert", meint der Übungsleiter. Die SG LVB war vor dieser Saison in Deutschlands dritthöchste Spielklasse aufgestiegen und bekleidet aktuell mit 14 Zählern den 14. Tabellenrang. Im Hinspiel bezwang die HSG die Sachsen zwar klar und deutlich mit 30:23, doch gerade in heimischer Halle war bei den Aufsteigern für viele Kontrahenten kein Gras gewachsen. Abgesehen von zwei Unentschieden in Münster und Aschersleben holten die kommenden Hausherren sämtliche Punkte in den eigenen vier Wänden.
"Mit einem wahrlich fanatischen Publikum im Rücken, ist Leipzig zuhause nochmal doppelt so stark, da müssen wir einfach sehen, was für uns möglich ist", erklärt Schmandt, den auch diese Woche erneut Personalsorgen plagen. Einmal mehr muss er auf Christian Schäfer (Knöchelprobleme) verzichten - hinzu kommt auch der Ausfall von Außenroutinier Marc Langenbach (Entzündung). Zur personellen Kompensation wird Daniel Hirz vermutlich wieder mit an Bord sein und Nicholas Happel von der zweiten Mannschaft aushelfen.
Besonders gefährlich sei Leipzig ausgerechnet dort, woran es am letzten Samstag wesentlich haperte, und zwar über clevere Anspiele auf den groß gewachsenen und dennoch sehr wendigen Kreisläufer. Dazu komme ein wurfgewaltiger, individuell starker Rückraum mit Krzysztof Zart, Max Berthold und Jacob Fritsch, wobei gerade der letztgenannte Linkshänder zu den besseren Drittligisten seiner Sorte gehöre. Allerdings zog sich der Rotschopf beim Spiel gegen Aue eine Knieverletzung zu und wird womöglich nicht gegen die HSG auf Torejagd gehen können. "Sollten wir diese Partie tatsächlich gewinnen können, dann ist alles wieder offen", gibt sich Schmandt kämpferisch.




















